Kaum ein Duft ruft so schöne Weihnachtserinnerungen hervor wie der frisch gebackener Plätzchen aus dem Ofen. Zwischen Vanillekipferln und Zimtsternen tobt jedes Jahr der Wettstreit um den Platz auf dem besten Teller – wir verraten, welche Klassiker laut Rezeptportalen wirklich zu den zehn beliebtesten Weihnachtsplätzchen gehören und worauf es bei der Zubereitung ankommt.

Beliebteste Sorte: Vanillekipferl ·
Durchschnittliche Backzeit: 15–20 Minuten ·
Durchschnittliche Zutatenanzahl: 6–8 ·
Schwierigkeitsgrad der meisten Rezepte: Mittel ·
Haltbarkeit der Plätzchen: 2–3 Wochen

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Vanillekipferl werden traditionell nach dem Backen in Vanillezucker gewälzt (PrintPlanet)
  • Zimtsterne erhalten ihre typische Glasur aus steif geschlagenem Eiweiß (Einfach Backen)
2Was unklar ist
  • Der genaue Ursprung der Spitzbuben ist historisch nicht eindeutig dokumentiert
  • Ob Feenküsse ursprünglich aus Frankreich stammen, ist nicht ausreichend belegt
  • Butterplätzchen-Rezepte variieren stark: Ob Eigelb nötig ist, ist umstritten (PrintPlanet)
  • Spitzbuben werden häufig mit Johannisbeergelee gefüllt, aber auch andere Marmeladen sind verbreitet (Einfach Backen)
3Zeitleisten-Signal
  • Zimtsterne sind seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert (PrintPlanet)
  • Vanillekipferl werden als deutsch-österreichisch-böhmische Spezialität geführt
4Wie es weitergeht
  • Vegane und glutenfreie Varianten werden zunehmend populärer
  • Moderne Rezepte setzen vermehrt auf regionale Mehlsorten und alternative Süßungsmittel
Anmerkung der Redaktion

Die folgende Liste basiert auf den zehn in deutschsprachigen Backportalen am häufigsten genannten Weihnachtsplätzchen. Vanillekipferl, Zimtsterne und Spitzbuben führen nahezu jede Rangliste an – ein klares Signal, dass Tradition hier vor Experimenten steht.

Die wichtigsten Kennzahlen der beliebtesten Weihnachtsplätzchen:

Kategorie Details
Anzahl der Rezepte 10
Beliebtestes Plätzchen Vanillekipferl
Durchschnittliche Backzeit 20 Minuten
Schwierigkeitsgrad mehrheitlich Mittel
Häufigste Zutat Mehl
Saison Weihnachten

Was sind die beliebtesten Weihnachtsplätzchen in Deutschland?

Vanillekipferl, Zimtsterne und Butterplätzchen – diese drei Sorten tauchen auf jeder Liste der beliebtesten Weihnachtsplätzchen auf. Die Reihenfolge variiert, doch die Dominanz dieser Klassiker ist ungebrochen.

Vanillekipferl – der unangefochtene Klassiker

  • Vanillekipferl bestehen traditionell aus gemahlenen Mandeln, Butter, Eigelb, Zucker und Vanillezucker (PrintPlanet, deutsch-österreichisch-böhmische Spezialität).
  • Nach dem Backen werden die Hörnchen noch warm in Vanillezucker gewälzt – das gibt ihnen ihre charakteristische süße Kruste.
  • Der Teig benötigt kalte Butter und eine Ruhezeit von mindestens einer Stunde im Kühlschrank (PrintPlanet).

Für viele Bäcker sind Vanillekipferl der Maßstab, an dem sich alle anderen Plätzchen messen lassen müssen. Wer sie richtig zubereitet, hat die Königsklasse der Weihnachtsbäckerei erreicht.

Zimtsterne – traditionell und würzig

  • Zimtsterne gehören zu den ältesten Weihnachtsplätzchen und sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt (PrintPlanet).
  • Die Glasur aus steif geschlagenem Eiweiß und Puderzucker wird vor dem Backen aufgetragen (Einfach Backen).
  • Der Teig enthält gemahlene Mandeln und Zimt – die Mengenverhältnisse entscheiden über die Konsistenz.

Die Herausforderung bei Zimtsternen: Die Glasur darf beim Backen nicht verlaufen. Das gelingt nur mit einem perfekt abgestimmten Eiweiß-Schaum.

Spitzbuben – fruchtig und knusprig

  • Spitzbuben bestehen aus zwei Mürbeteig-Plätzchen, die mit Marmelade zusammengesetzt werden – klassisch mit Johannisbeergelee (Einfach Backen).
  • Das obere Plätzchen hat ein kleines Loch („Auge”), durch das die Füllung hindurchschimmert.
  • Zum Schluss werden sie mit Puderzucker bestäubt.

Der genaue Ursprung der Spitzbuben ist nicht eindeutig dokumentiert. Die Kombination aus knusprigem Mürbeteig und fruchtiger Füllung macht sie zu einem der beliebtesten Weihnachtsplätzchen.

Weitere Top-Kandidaten

  • Butterplätzchen – hier ein Zitat von Familienkost: „Butterplätzchen sind der Klassiker unter den Klassikern.“
  • Spritzgebäck – wird durch einen Fleischwolf oder eine Spritztülle geformt und oft mit Schokolade überzogen.
  • Bärentatzen – schokoladige Plätzchen, die in speziellen Bärenformen gebacken werden (Familienkost, kuratierte Liste).

Die zehn besten Weihnachtsplätzchen unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in ihrer Konsistenz und Haltbarkeit – ein wichtiger Faktor für die Planung des Plätzchenvorrats.

Fazit: Hobbybäcker, die auf Nummer sicher gehen wollen, setzen auf Vanillekipferl und Butterplätzchen als Basis. Wer experimentierfreudiger ist, findet in Bärentatzen und Spritzgebäck spannende Alternativen mit mehr Charakter.

Das Muster zeigt: Die traditionellen Sorten dominieren die Ranglisten, aber Abwechslung bleibt ein Pluspunkt für individuelle Plätzchenteller.

Welche Weihnachtsbäckerei ist die beliebteste?

Drei Teigarten dominieren die Weihnachtsbäckerei: Mürbteig, Rührteig und Eiweißschaum. Jede bringt eigene Vorteile und Herausforderungen mit sich.

Butterplätzchen

„Butterplätzchen sind der Klassiker unter den Klassikern“ – Familienkost

  • Der klassische Teig für Butterplätzchen besteht aus Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter, Eigelb, Ei, Zitronenschale und Salz (PrintPlanet, Grundrezept).
  • Der fertige Teig muss mindestens eine Stunde kühl gestellt werden, damit er sich gut ausrollen und ausstechen lässt.
  • Butterplätzchen sind ideal zum Verzieren mit Zuckerguss, Schokolade oder bunten Streuseln.

Mürbteig-Plätzchen

„Den Teig nur portionsweise ausrollen, das macht die Verarbeitung leichter und platzsparender“ – Einfach Backen

  • Mürbteig ist die Basis für viele Plätzchenklassiker wie Vanillekipferl, Spitzbuben und Engelsaugen.
  • Das Geheimnis eines guten Mürbteigs liegt im Verhältnis von Fett zu Mehl – typisch ist 1:2.
  • Kristallzucker im Teig führt zu knusprigeren Plätzchen, Puderzucker zu zarteren (Einfach Backen).

Eiweiß-Gebäck

  • Eiweiß-Gebäck wie Makronen oder Baiser ist von Natur aus glutenfrei und eignet sich für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.
  • Feenküsse werden aus einem Baiser-artigen Teig mit gehackten Mandeln oder Kokosraspeln hergestellt.
  • Die Herausforderung: Eiweiß-Gebäck ist empfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit und wird bei falscher Lagerung schnell klebrig.

Die Wahl der Teigart bestimmt nicht nur den Geschmack, sondern auch die Haltbarkeit und die Verarbeitungsfreundlichkeit. Mürbteig ist am verzeihendsten für Anfänger, während Eiweiß-Gebäck mehr Erfahrung erfordert.

Teigarten im Vergleich
Teigart Basis Haltbarkeit Schwierigkeit
Mürbteig Mehl, Butter 2–3 Wochen Mittel
Rührteig Weizenmehl, Butter, Eier 1–2 Wochen Leicht
Eiweißschaum Eiweiß, Zucker ca. 1 Woche Mittel

Der Vergleich zeigt: Mürbteig ist die universellste Basis, während Rührteig einfacher, aber weniger haltbar ist.

Wie backe ich die 10 besten Weihnachtsplätzchen?

Die folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen dabei, die beliebtesten Weihnachtsplätzchen zu Hause nachzubacken – mit Tipps aus der Praxis.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Vanillekipferl

  • Kalte Butter, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker und Eigelb zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig zu Rollen formen, in mundgerechte Stücke schneiden und zu Hörnchen biegen.
  • Bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 12–15 Minuten backen, bis sie leicht golden sind – nicht zu dunkel!
  • Die noch warmen Kipferl in Vanillezucker wälzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Wichtig: Vanillekipferl dürfen nicht zu lange backen, sonst werden sie hart. Sie sind perfekt, wenn die Unterseite goldgelb ist.

Tipps für perfekte Zimtsterne

  • Eiweiß mit Puderzucker und Zitronensaft zu einem festen Schnee schlagen – davon etwas für die Glasur abnehmen.
  • Gemahlene Mandeln, Zimt und den restlichen Schnee zu einem klebrigen Teig vermengen.
  • Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und Sterne ausstechen.
  • Die abgenommene Glasur auf die Sterne streichen und bei 140 °C etwa 15 Minuten backen.

Grundrezept für Mürbeteig

  • Zutaten: 250 g Mehl, 125 g kalte Butter, 80 g Zucker, 1 Ei, Prise Salz.
  • Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten – nicht zu lange, sonst wird er zäh.
  • In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kühlen (PrintPlanet, Backschule).
  • Einfach Backen empfiehlt, den Teig nur portionsweise auszurollen, weil das die Verarbeitung leichter und platzsparender macht (Einfach Backen).
Der Kniff

Kristallzucker lässt Plätzchen knuspriger werden, Puderzucker macht sie zarter. Diese Regel gilt für jede Mürbteig-Variante.

Dieser einfache Hinweis kann den Unterschied zwischen mürben und knusprigen Plätzchen ausmachen.

Welche Plätzchen eignen sich am besten zum Verschenken?

Nicht jedes Plätzchen übersteht den Transport oder sieht nach einer Woche in der Dose noch appetitlich aus. Die richtige Auswahl ist entscheidend.

Schön verpackte Klassiker

  • Spitzbuben lassen sich gut stapeln, da sie flach und stabil sind.
  • Ausstecher-Plätzchen mit buntem Zuckerguss sind optisch ein Highlight in jeder Geschenkdose.
  • Butterplätzchen mit Schokoladenüberzug halten besonders lange und sehen edel aus.

Ausgefallene Kreationen

  • Marzipan-Spritzgebäck und Nougattaler sind weniger verbreitet und überraschen die Beschenkten.
  • Schoko-Crossies – Schokolade mit Cornflakes oder Nüssen – sind schnell gemacht und bleiben knusprig.
  • Puddingplätzchen mit Vanillepuddingpulver im Teig sind zart und mürbe, aber empfindlicher beim Transport.

Haltbare Sorten für Geschenke

  • Plätzchen in Blechdosen oder luftdichten Behältern bleiben deutlich länger frisch.
  • Trockene Plätzchen lassen sich mit einer Apfelscheibe im Behälter wieder geschmeidiger machen.
  • Einfache Sorten wie Butterplätzchen und Zimtsterne halten sich 2–3 Wochen.

Die richtige Verpackung und Sorte zu wählen bedeutet, dass die Plätzchen nicht nur gut aussehen, sondern auch nach einer Woche noch frisch schmecken. Für die Geschenkbox lohnt sich der Mehrwert optisch ansprechender Rezepte.

Wie bleiben Weihnachtsplätzchen lange frisch?

Richtige Lagerung ist die halbe Miete: Selbst das beste Rezept nützt nichts, wenn die Plätzchen nach drei Tagen austrocknen oder weich werden.

Richtige Lagerung

  • Plätzchen in luftdichten Behältern oder Blechdosen aufbewahren – dabei verschiedene Sorten getrennt lagern, damit sich die Aromen nicht vermischen.
  • Weiche und knusprige Plätzchen nicht zusammen in einer Dose lagern: Die weichen geben Feuchtigkeit ab und machen die knusprigen weich.
  • Zimtsterne und Makronen in Papiertüten zwischengelagert, bevor sie in die Dose kommen – so bleibt die Glasur trocken.

Einfrieren von Plätzchen

  • Die meisten Weihnachtsplätzchen lassen sich problemlos einfrieren – entweder roh als Teig oder fertig gebacken.
  • Gebackene Plätzchen in Gefrierbeuteln luftdicht verpackt halten sich bis zu drei Monate.
  • Spritzgebäck und Butterplätzchen eignen sich besonders gut zum Einfrieren, da sie nach dem Auftauen kaum an Qualität verlieren.

Wie man trockene Plätzchen rettet

  • Eine Apfelscheibe für 24 Stunden in die Plätzchendose legen – das gibt Feuchtigkeit ab und macht die Plätzchen wieder weicher.
  • Ein Stück Brot oder eine halbe Kartoffel wirken ebenfalls, können aber Eigengeschmack abgeben – die Apfelscheibe ist die geschmacksneutralste Lösung.
  • Für knusprige Plätzchen: kurz bei 100 Grad im Ofen nachbacken – das bringt die ursprüngliche Konsistenz zurück.

Die richtige Lagerung und das Wissen um die Haltbarkeit sind entscheidend, damit die Weihnachtsbäckerei bis zum Fest genießbar bleibt.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man Plätzchenteig vorbereiten und kühlen?

Ja, die meisten Plätzchenteige lassen sich gut vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Mürbteig sollte mindestens eine Stunde ruhen, damit er sich besser verarbeiten lässt. Im Kühlschrank hält er sich 2–3 Tage, eingefroren sogar mehrere Wochen.

Warum werden meine Plätzchen zu hart?

Zu hart gebackene Plätzchen sind meist das Ergebnis einer zu langen Backzeit oder einer zu hohen Temperatur. Auch zu wenig Fett im Teig kann zu Härte führen. Butterplätzchen sollten nur hellgolden gebacken werden.

Welches Mehl nimmt man für Plätzchen?

Weizenmehl Type 405 ist für die meisten Plätzchenrezepte ideal. Für zartere Plätzchen kann man einen Teil des Mehls durch Speisestärke oder gemahlene Mandeln ersetzen. Dinkelmehl Type 630 funktioniert ebenfalls, ergibt aber etwas festere Plätzchen.

Wie viele Plätzchen sind für eine Weihnachtsfeier einzuplanen?

Für eine Kaffeetafel mit etwa 10 Personen rechnet man mit rund 30–40 Plätzchen, also etwa 3–4 pro Person. Bei Feiern mit mehreren Gängen oder Buffet genügen 2–3 Plätzchen pro Person.

Sind Weihnachtsplätzchen vegan möglich?

Ja, viele Klassiker lassen sich vegan zubereiten: Butter wird durch Margarine ersetzt, Eier durch Apfelmus, Sojamehl oder Leinsamen. Geriebene Mandeln sind ein natürlicher Eiersatz in Mürbteig. Für Eiweiß-Glasur kann Aquafaba (Kichererbsenwasser) verwendet werden.

Was tun, wenn der Teig zu klebrig ist?

Einfach Backen rät: Den Teig portionsweise ausrollen und weniger Mehl auf der Arbeitsfläche verwenden. Falls der Teig trotzdem klebt, hilft eine halbe Stunde zusätzliche Kühlzeit. Bei sehr feuchtem Teig kann man etwas Mehl oder gemahlene Nüsse einarbeiten.

Welche Gewürze passen in Plätzchen?

Neben Zimt sind Kardamom, Nelken, Muskat und Sternanis beliebte Gewürze für Weihnachtsplätzchen. Vanille bleibt der Klassiker, Tonkabohne und Orangenabrieb sind würzige Alternativen. Die Gewürzmischung Lebkuchengewürz eignet sich für kräftige Sorten.