
DJI Mini 3 Pro im Test: Preis, Vergleich und Specs
Die DJI Mini 3 Pro beweist, dass Profi-Features nicht schwer sein müssen: 249 Gramm, 48 MP, 4K/60 fps und eine dreiseitige Hinderniserkennung. CHIP bescheinigte ihr im Test, der teureren Mavic 3 das Fürchten zu lehren.
Gewicht: unter 249 g · Sensor: 1/1,3-Zoll · Fotos: 48 MP · Video: 4K/60 fps · Flugzeit: 34 Minuten
Kurzüberblick
- 4K/60 fps Video und 48 MP Fotos (Drohnen.de)
- Dreiseitige Hinderniserkennung bei der Pro-Version (Drohnen.de)
- Kein Drohnenführerschein für unter 250 g erforderlich (Drohneversicherungsvergleich)
- Exakte Reichweite variiert je nach Bedingungen
- Aktuelle Marktpreise ohne Verlustzeit schwer zu ermitteln
- Vergleich mit DJI Mini 4 Pro basiert auf Specs, nicht auf Praxistest
- Markteinführung 2022, Nachfolger DJI Mini 4 Pro verfügbar
- EU-Drohnenverordnung gilt seit 2021
- Preisnachlässe bei älteren Modellen erwartbar
- Registrierungspflicht bleibt bestehen
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Gewichtsklasse | unter 249 g |
| Maximale Geschwindigkeit | nicht spezifiziert |
| Batterielaufzeit | 34 Minuten |
| Kameratyp | 1/1,3-Zoll CMOS |
| Preis Standalone (UVP) | 829 Euro |
| Preis RC Combo (UVP) | 999 Euro |
Was ist der Unterschied zwischen DJI Mini 3 und Mini 3 Pro?
Auf den ersten Blick ähneln sich beide Modelle: kompakt, unter 250 g, faltbar. Doch bei genauerem Hinsehen trennt eine deutliche Kluft die beiden. Die DJI Mini 3 Pro bringt Features mit, die sie deutlich von der Standardversion abheben.
Kamera und Sensor
Die Pro-Version liefert 48 Megapixel Fotos und 4K-Videos mit 60 fps. Die DJI Mini 3 kommt mit 12 Megapixeln und 4K bei nur 30 fps. CHIP bescheinigte der Pro im Test ein Bildrauschen von nur 1,7 bei Lowlight – ein Bestwert, der selbst die teurere Mavic 3 übertraf.
- DJI Mini 3 Pro: 48 MP, 4K/60 fps, 1/1,3-Zoll-Sensor
- DJI Mini 3: 12 MP, 4K/30 fps
Flugleistung
Trotz der kleineren Batterie erreicht die Pro eine Höchstgeschwindigkeit von 57,6 km/h. Die Standard-Mini 3 bietet eine etwas längere Flugzeit von bis zu 38 Minuten. Die Mini 3 Pro erreicht 34 Minuten.
Hinderniserkennung
Hier liegt der größte Unterschied: Die Pro verfügt über eine dreiseitige Hinderniserkennung (vorne, hinten, unten) mit APAS 4.0. Die DJI Mini 3 hat lediglich einen Abwärtssensor und verzichtet auf ActiveTrack. Florian Orth merkte in seinem Test an, dass die RAW-Dateien der Pro deutlich mehr Bearbeitungsspielraum bieten als bei der Standardversion.
Die Konsequenz: Wer in komplexer Umgebung fliegt – etwa durch Wälder oder enge Schluchten – greift zur Pro, um Aufnahmen nicht durch Notstopps zu ruinieren.
Die DJI Mini 3 Pro rechtfertigt den Aufpreis mit klaren Vorteilen bei Kamera und Sicherheit – vor allem für Fotografen und Filmer, die mehr als Schnappschüsse wollen.
Welche Reichweite hat die DJI Mini 3 Pro?
Die Herstellerangabe liegt bei bis zu 12 Kilometern Reichweite mit OcuSync 3.0. Zum Vergleich: Die DJI Mini 2 nutzt noch OcuSync 2.0 und erreicht daher theoretisch weniger. Der Video-Downlink der Pro arbeitet mit 1080p/30 fps, bei der Mini 2 sind es nur 720p/30 fps.
Maximale Transmission
OcuSync 3.0 ermöglicht eine stabilere Verbindung auch unter widrigen Bedingungen. In der Praxis dürften 8–10 km unter idealen Umständen realistisch sein, während die Herstellerangabe unter Laborbedingungen gemessen wurde.
Reale Bedingungen
Städte, Bäume und physische Hindernisse reduzieren die tatsächliche Reichweite deutlich. Drohnen.de empfiehlt, stets Sichtkontakt zu halten und die lokale Gesetzeslage zu beachten.
Hat die DJI Mini 3 Pro eine Hinderniserkennung?
Ja, und zwar in drei Richtungen. Die Pro nutzt ein omnidirektionales Sensorsystem, das Hindernisse vorne, hinten und unten erkennt. Die DJI Mini 3 verzichtet auf seitliche und frontale Sensoren – sie hat nur einen Abwärtssensor für Start und Landung.
Richtungen der Erkennung
- Vorne: Hinderniserkennung für Vorwärtsflug
- Hinten: Absicherung beim Zurückfliegen
- Unten: Präzise Landung und Höhenmessung
Funktionsweise
APAS 4.0 (Advanced Pilot Assistance Systems) ermöglicht der Drohne, automatisch um Hindernisse herumzufliegen, anstatt abrupt zu stoppen. Das macht flüssige Aufnahmen auch in komplexer Umgebung möglich.
Die Hinderniserkennung funktioniert nicht perfekt bei direkter Sonneneinstrahlung, sehr dunklen Oberflächen oder bei Glas. Nutzer sollten sich nicht allein auf die Sensorik verlassen.
Ist die DJI Mini 4 Pro besser als die DJI Mini 3 Pro?
Seit DJI die Mini 4 Pro vorgestellt hat, stellt sich die Frage, ob ein Upgrade lohnenswert ist. Die Mini 4 Pro bringt tatsächlich Verbesserungen, doch der Unterschied hängt vom Einsatzgebiet ab.
Neue Features
- LiDAR-Sensor für noch präzisere Hinderniserkennung
- Verbesserter Sensor mit besserer Lowlight-Performance
- Neuere OcuSync-Version (O4 statt O3)
- Omnidirektionale Hinderniserkennung
Preis-Leistung
Die DJI Mini 3 Pro kostet als Standalone 829 Euro UVP, während die Mini 4 Pro zu einem deutlich höheren Preis startet. Für Einsteiger und Hobby-Piloten bietet die Pro-Version immer noch exzellente Leistung zum kleineren Preis. Drohnen.de urteilte, dass Profis zur Mini 3 Pro greifen sollten, wenn ihnen die Mavic 3 zu teuer ist.
Da die Mini 3 Pro mittlerweile ein älteres Modell ist, können Preise schwanken. Die UVP von 829 Euro (Standalone) dürfte mancherorts günstiger sein, aber auch Angebote unter 600 Euro sind möglich – hier lohnt sich ein Preisvergleich.
Benötigt man eine Lizenz für die DJI Mini 3 Pro?
Die gute Nachricht: Ein Drohnenführerschein ist für die DJI Mini 3 Pro nicht erforderlich. Sie wiegt unter 250 Gramm und fällt damit in eine Kategorie, die von der EU-Drohnenverordnung besonders privilegiert behandelt wird.
Privat vs. Gewerbe
Für den privaten Gebrauch reicht die Registrierung des Steuerers beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Diese ist Pflicht für alle Drohnen über 250 g oder mit Kamera. Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 oder das A2-Zeugnis entfallen bei unter 250 g.
Höhenbeschränkungen
In Deutschland gilt eine Höhenbegrenzung von 120 Metern über Grund für Drohnen ohne spezielle Genehmigung. Drohnen.de wies darauf hin, dass die DJI Mini 3 Pro keine EU-Klassifizierung C0 bei Markteinführung hatte, die Auflagen für unter 250 g aber identisch blieben.
Die nachfolgende Tabelle fasst die Kernunterschiede zwischen der DJI Mini 3 und der Pro-Version zusammen.
| Kriterium | Mini 3 | Mini 3 Pro |
|---|---|---|
| Fotoauflösung | 12 Megapixel | 48 Megapixel |
| Video | 4K/30 fps | 4K/60 fps |
| Hinderniserkennung | Nur unten | Vorne, hinten, unten |
| ActiveTrack | Nein | Ja |
| OcuSync | nicht genannt | OcuSync 3.0 |
| Flugzeit | 38 Min. | 34 Min. |
| Preis (UVP) | 579 Euro | 829 Euro |
Das Muster ist klar: Wer auf 4K/60 fps, ActiveTrack und Hindernissensoren Wert legt, spart mit der Pro im Vergleich zur Mavic 3 deutlich – und bekommt trotzdem professionelle Ergebnisse.
Die vollständigen technischen Spezifikationen der DJI Mini 3 Pro im Überblick.
| Spezifikation | DJI Mini 3 Pro |
|---|---|
| Gewicht | 249 g |
| Sensor | 1/1,3-Zoll CMOS |
| Fotoauflösung | 48 Megapixel |
| Videoauflösung | 4K/60 fps |
| Flugzeit | 34 Minuten |
| Höchstgeschwindigkeit | 57,6 km/h |
| Reichweite | bis 12 km (OcuSync 3.0) |
| Hinderniserkennung | Vorne, hinten, unten |
| Interner Speicher | 1,2 GB |
| Gimbal | 90° drehbar |
| Farbprofile | Standard, D-Cinelike |
| Besonderheiten | FocusTrack, MasterShots, Hyperlapse |
Upsides
Die Pro überzeugt auf fast jeder Linie: Der 1/1,3-Zoll-Sensor liefert bei Lowlight einen Bestwert von 1,7 Bildrauschen – selbst die Mavic 3 unterbot sie damit im CHIP-Test.
- Hervorragende Kamera für ihre Größe (48 MP, 4K/60 fps)
- Kein Drohnenführerschein in Deutschland erforderlich
- Kompakt und faltbar – passt in jede Tasche
- Dreiseitige Hinderniserkennung mit APAS 4.0
- RAW-Dateien mit großem Bearbeitungsspielraum
- OcuSync 3.0 mit bis zu 12 km Reichweite
Downsides
Kleinere Einschränkungen gibt es: Die Flugzeit fällt 4 Minuten kürzer aus als bei der Standard-Mini 3, und der Preisunterschied von 250 Euro ist spürbar.
- Kürzere Flugzeit als die günstigere Mini 3 (34 vs. 38 Min.)
- Registrierung beim LBA trotzdem Pflicht
- Kein EU-Kompetenznachweis nötig, aber Haftpflichtversicherung empfohlen
- Preis deutlich höher als Standard-Modell
Die DJI Mini 3 Pro lehrte sogar dem mehr als doppelt so teuren Flaggschiff DJI Mavic 3 das Fürchten.
Profis sollten, wenn ihnen die DJI Mavic 3 zu teuer ist, zur DJI Mini 3 Pro greifen.
Eine klare Kaufempfehlung für ambitionierte Fotografen und Filmer.
— CHIP
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Die DJI Mini 3 Pro bleibt 2025 für 309 € verfügbar, wird in der englischen Marktanalyseaber zunehmend von der Mini 4 Pro überschattet.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält der Akku der DJI Mini 3 Pro?
Die DJI Mini 3 Pro bietet eine Flugzeit von bis zu 34 Minuten unter idealen Bedingungen. Im Praxisbetrieb mit Wind und Manövern reduziert sich die Zeit auf etwa 25–30 Minuten.
Ist die DJI Mini 3 Pro wasserdicht?
Nein, die DJI Mini 3 Pro ist nicht wasserdicht. Flug bei Regen oder über Wasser sollte vermieden werden, da dies die Elektronik beschädigen kann.
Welche App braucht die DJI Mini 3 Pro?
Die DJI Fly App ist die offizielle Anwendung für die Mini 3 Pro. Sie ist kostenlos für iOS und Android verfügbar und bietet alle Steuerungs- und Aufnahmefunktionen.
Kann die DJI Mini 3 Pro Nachtaufnahmen machen?
Ja, die Mini 3 Pro kann nachts fotografieren und filmen. CHIP bescheinigte ihr ein hervorragendes Bildrauschen von nur 1,7 bei Lowlight-Aufnahmen – ein Bestwert im Test.
Was ist im Fly More Combo enthalten?
Das Fly More Combo enthält neben der Drohne zwei zusätzliche Akkus, eine Ladestation, eine Tragetasche und oft ein ND-Filter-Set. Es bietet deutlichen Mehrwert gegenüber der Standalone-Variante.
Wie registriert man eine DJI Mini 3 Pro?
Die Registrierung erfolgt beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) über deren Online-Portal. Man benötigt eine gültige E-Mail-Adresse und die Seriennummer der Drohne. Die Registrierung ist kostenlos und gilt für ein Jahr.
Hat die DJI Mini 3 Pro ActiveTrack?
Ja, die Pro-Version unterstützt ActiveTrack und damit die automatische Verfolgung von Motiven. Die Standard-Mini 3 verzichtet auf dieses Feature.
Welche Speicherkarten werden unterstützt?
Die DJI Mini 3 Pro unterstützt microSD-Karten mit bis zu 512 GB Kapazität. Eine 1,2 GB große interne Speicherpartition ist ebenfalls vorhanden, reicht aber für größere Projekte nicht aus.